Westeregeln

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Eine recht abwechslungsreiche Geschichte lässt sich in der Ortschronik nachlesen. Am 7. Juni 941 wurde Westeregeln erstmals in einem Schriftstück genannt, dabei handelte es sich um eine Schenkungsurkunde Ottos I. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts standen die Einwohner unter kirchlicher Fron, wobei einmal das Kloster Gernrode und dann das Erzbistum Magdeburg die Höhe der Abgaben bestimmte. 1680 fiel man an Preußen.

Aus dem seit dem Mittelalter reinen Bauerndorf entwickelte sich ab 1834 ein kleiner Industrieort. Damals begann man hier mit der Erschließung eines Braunkohlentagebaus; 1876 trieb man dann auch noch Förderstrecken für den Kalibergbau in die Erde. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde die Förderung eingestellt. Eine Gipshütte sorgte für eine weitere Art des täglichen Broterwerbs.

Zu den Anhaltepunkten in Westeregeln gehören heute die evangelische Kirche, deren Turm ins 12. Jahrhundert zurückdatiert und ihr Kirchenschiff, das 1834 unter Einfluss des berühmten preußischen Baumeisters Schinkel entstanden ist, weiterhin die sehenswerte katholische Kirche (1930 erbaut), die gut erhaltenen Torbögen zahlreicher Gehöfte und eine noch funktionierende historische Ziegelei.